Category: Zero Waste

April 22nd, 2017 by attentivista

Kräuter aller Art und Herkunft sind aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken. Aber nicht bei jedem wachsen die frischen Kräuter ständig in der eigenen Küche. Leider werden die meisten getrockneten Kräuter in Plastikdöschen oder -tütchen verkauft. Das geht doch auch anders. 

Hast du schon mal versucht, deine heimischen Kräuter selbst zu trocknen? Auch das ist ganz leicht: Bei deinem nächsten Marktbesuch kannst du einfach ein paar frische Kräutersträucher wie z.B. Oregano, Rosmarin, Petersilie oder Salbei mitnehmen. Die Sträusschen lassen sich gut an die Türgriffe deiner Küchenschränke hängen, so dass sie über Kopf an der Luft austrocknen. 

Du kannst die Kräuter natürlich im Trockenprozess jederzeit verwenden, so merkst du auch schnell, wann die verschiedenen Blättchen trocken genug sind, um sie abzunehmen und z.B. in ein hübsches Glas zu legen. Du kannst die getrockneten Kräuter einzeln aufbewahren, oder dir auch eine eigene Kräutermischung erstellen. 

So hast du jederzeit frische Kräuter, gleichzeitig deine Küche rustikal dekoriert und dabei Plastik und Abfall gespart.

Wie sieht deine Lieblingskräutermischung aus? Ich würde mich über deine Vorschläge freuen. 

Posted in DIY, Zero Plastic, Zero Waste Tagged with: ,

April 15th, 2017 by attentivista

In meinem Post „In 5 einfachen Schritten zur Attentivista“ habe ich 5 Dinge angesprochen, die du ganz einfach ändern kannst und so schnell einen wertvollen Beitrag für dich und deine Umwelt leistest. Schnelle Erfolge helfen, dauerhaft Spaß an einer Sache zu haben und verhindern, dass wir zu schnell aufgeben, wenn mal etwas nicht sofort funktioniert. Wir Attentivistas nehmen uns die Zeit, uns auf verschiedene Dinge einzulassen und vor allem gut abzuwägen. Wir bedienen uns aus verschiedenen Bewegungen, um immer die beste Möglichkeit für uns und unsere Umwelt herauszufinden. Hierbei ist vor allem wichtig, dass wir uns ein wenig umfassender Gedanken machen und bei uns selbst nach der Motivation für unsere Entscheidungen suchen. 

Attentivistas machen einfach. Wir warten nicht auf den nächsten Trend oder die nächste Idee, wir machen einfach. Und weil wir uns aus verschiedenen Bewegungen bedienen, können wir auch sofort loslegen, ohne erst einmal die Hintergründe einer bestimmten Richtung ganz verstanden zu haben. Wir können ausprobieren, was grad am besten zu unserer Situation passt und dann Schritt für Schritt tiefer einsteigen. Wichtig ist, dass wir aktiv sind und dabei achtsam bleiben. 

Attentivistas geben nicht auf. Auch oder eigentlich gerade wenn die einfachen Handgriffe sitzen, machen wir weiter und suchen nach neuen Möglichkeiten, wie wir achtsam durch den Alltag gehen können. Wir hören nicht auf, nur weil manche Dinge unbequem sind, aber wir gönnen uns auch mal eine Pause. Wenn sich zum Beispiel unser  „Zero Waste“-Ansatz aktuell nicht umsetzen lässt, weil du unbedingt was Süßes brauchst, können wir uns gut mit einem „Zero Plastic“-Ansatz ausgleichen und z.B. einen Kuchen selbst backen, anstatt das Süßigkeitenregal im Supermarkt zu plündern. 

Attentivistas sind achtsam. Oft haben wir das große Glück, an vielen Dingen nicht sparsam sein zu müssen: das Wasser aus der Leitung kann einfach eine Weile laufen, die Ladekabel können immer an der Steckdose hängen und falls uns etwas fehlt, können wir an fast an jeder Ecke einkaufen, was das Herz begehrt. Attentivistas sind sich dieser wunderbaren Situation bewusst und geben sich deswegen besondere Mühe, achtsam zu sein, auch und gerade dann, wenn es nicht notwendig ist. Wir entscheiden uns bewusst und versuchen dabei, möglichst viele Kriterien (Alternativen, Transportkette, Abfall etc.) mit in unsere Entscheidung einzubeziehen. Attentivistas können auch mal verzichten, wenn die Entscheidung schwer fällt oder auch einfach nur, damit sich die Vorfreude einmal wieder richtig spüren lässt.

Posted in Denkansätze, Minimalism, Zero Plastic, Zero Waste Tagged with: , ,

April 8th, 2017 by attentivista

Mandeln sind ein echtes Allround-Talent. Sie enthalten viel Eiweiß, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren, Magnesium, Kupfer, Kalzium und Vitamin B1 und B2. Sie wirken sättigend und helfen so beim Abnehmen, schützen aber mit dem Antioxidans Vitamin E gleichzeitig deine Haut. 

Mandelmilch lässt sich ganz schnell und einfach herstellen. Sie ist wunderbar frisch und cremig und ist ein herrliches Erfrischungsgetränk, schmeckt aber auch in Müsli oder Kaffee sehr gut. Es gibt zwei Arten, Mandelmilch selbst zu machen: eine schnelle und eine ausführliche. 

Für die schnelle Mandelmilch brauchst du 100g Mandeln und 500ml Wasser. Beides kommt für eine Minute in einen leistungsstarken Mixer, z.B. Nutribullet, bis eine gleichmässige Flüssigkeit entsteht und schon ist deine Mandelmilch fertig.

Für die langsame Mandelmilch brauchst du 200g Mandeln, 1l heißes Wasser, 1 Passiertuch. Die Mandeln legst du für ca. 10 Stunden, am besten über Nacht, in Wasser ein. Achte drauf, dass die Mandeln nicht länger als 12 Stunden in dem Wasser liegen oder tausche das Wasser dann zwischenzeitlich aus. Die abgespülten und eingeweichten Mandeln pürierst du nun mit dem Wasser zu einer feinen Flüssigkeit und gibst diese dann durch das Passiertuch. Zurück im Tuch bleibt feines Mandelmehl, dass du z.B. auf einem Backblech gut trocknen und später zum Backen weiterverwenden kannst. 

Du kannst deine Mandelmilch nach Belieben z.B. mit Honig oder Datteldicksaft süßen. Frische Mandelmilch hält sich ca. 2-3 Tage im Kühlschrank. Die schnelle Mandelmilch schmeckt intensiver und weil sie nicht passiert ist, befindet sich das komplette Mandelmehl in der Milch. Bleibt die Mandelmilch länger stehen, setzt sich dieses ab und du siehst 2 Schichten in deiner Flasche. Das lässt sich leicht durch Aufschütteln vor dem Verzehr lösen. Die langsame Mandelmilch ist besser für empfindliche Mägen geeignet und hat einen dezenteren Geschmack als die schnelle.

Die Mengenangaben kannst du natürlich jederzeit abwandeln, achte nur auf ein ähnliches Verhältnis, damit deine Milch nicht zu dünn oder zu intensiv schmeckt.

1818

Posted in DIY, Zero Waste Tagged with: , , , , ,

März 31st, 2017 by attentivista

Der Avocadokern ist vielseitig einsetzbar. Welche Wirkungen er hat und wie Du ihn verzehrbar machst kannst du hier nachlesen. Der Avocadokern kann deinen Körper in vielen Richtungen unterstützen. Er soll nicht nur Schmerzen und Entzündungen lindern, sondern auch ganz allgemein gut für dein Immunsystem, für deine Augen, Galle und Leber sein. 

Tee aus Avocadokernen lässt sich am leichtesten herstellen. Hierfür trocknest du den Kern wie beschrieben ein paar Tage und entfernst die dünne braune Haut. Dann zerteilst du den noch weichen Kern in 2 bis 4 Stücke und kochst diese mit ca. 750ml Wasser auf mittlerer Temperatur für ca. 15-20 Minuten. Nach nur kurzer Zeit färbt sich das Wasser orange und wird am Ende rötlich, etwa so wie starker Hagebuttentee. Während des Kochens verteilt sich das erdige aber zitrusfrische Aroma des Kerns. Du kannst den Tee sofort trinken, empfohlen wird 1 bis 2 Tassen pro Tag.

Als Pulver kannst du den Avocadokern je nach Feinheit entweder in Flüssigkeit wie Öl oder Wasser auflösen oder als Topping zu Salaten, Grillgemüse, Kartoffeln oder Nudeln geben. Der Kern hat einen frischen nussigen Geschmack mit leichter Zitronennote.

Posted in DIY, Zero Waste Tagged with: , , ,

März 29th, 2017 by attentivista

Der Avocadokern ist vielseitig einsetzbar. Welche Wirkungen er hat und wie du ihn verzehrbar machst, kannst du hier nachlesen. Wenn deine Avocadokernraspeln richtig ausgetrocknet sind, kannst du sie leicht in einem Mörser zu Pulver verarbeiten. Meist wird das Pulver in einem ersten Durchgang etwas gröber, die Körnchen haben dann ungefähr die Größe von feinem Kaffeegranulat.

In dieser Form kannst du das Pulver bereits als Grundlage für eine Gesichtsmaske anwenden. Mische einfach einen Esslöffel des Pulvers mit einem Esslöffel Kokosöl, wenn dein Gesicht besonders viel Pflege vertragen kann, oder auch mit ein wenig Wasser, so dass eine feste Paste entsteht, die du leicht mit den Fingern auftragen kannst. Die Pulverteilchen saugen sich in wenigen Minuten mit der Flüssigkeit voll, so dass die Konsistenz schnell zu dem gewünschten Ergebnis führt. Trage die Paste auf und lass sie ca. 5-10 Minuten einwirken, wobei die Paste langsam austrocknet. Dann wäscht du sie mit warmen Wasser gründlich ab und kannst das Ergebnis bewundern. Je nach Reaktion deiner Haut, kannst du die Zeit natürlich verlängern oder abkürzen. 

Aus den Raspeln kannst du auch ganz leicht einen Sud als Shampoo oder Spülung herstellen. Hierfür kochst du die Raspeln von einem Kern in 500ml Wasser für ca. 30 Minuten bei niedriger Temperatur. Dann siebst du die Flüssigkeit aus und lässt sie abkühlen. Den Sud kannst du nun als Shampoo oder Spülung verwenden. Haltbar ist die Flüssigkeit ca. eine Woche, im Kühlschrank etwas länger. 

Für Deine Haarmaske würde ich als Basis entweder den Sud oder ein sehr feines Pulver empfehlen, da grobes Pulver sich sehr schwer aus den Haaren entfern lässt. Vermische einfach das Pulver von einem Kern mit ein bis 2 Esslöffeln Kokosöl und rühre eine gleichmässige weiche Paste an. Diese kannst du gut auf der Kopfhaut verteilen und ein paar Minuten vor dem Waschen einwirken lassen. Ob dir die Paste besser auf trockenen oder nassen Haaren gefällt musst du ausprobieren. Du kannst auch ein paar Esslöffel des Suds mit dem Kokosöl mischen und die Haarkur so kreieren. Lass das Ganze ein paar Minuten einwirken, wasche es dann mit warmem Wasser gut aus und genieß das Ergebnis. Die Haare werden leicht kämmbar und bekommen einen schönen Glanz. 

Die Paste hat eine starke orange Farbe, die auf Klamotten und Handtücher färbt. Sie lässt sich gut auswaschen, allerdings hinterlässt sie in weißen Sachen einen leichten Schatten, wenn diese nicht sofort behandelt werden. Am besten verwendest du die Paste erst einmal direkt unter der Dusche, da kannst du sie direkt abwaschen. 

Posted in DIY, Zero Waste Tagged with: , , , , ,

März 25th, 2017 by attentivista

Du magst Sojamilch total gerne, willst aber keine Milch in Tetrapacks kaufen und eine Alternative hast du bis jetzt noch nicht gefunden? Kein Problem, ich zeig dir, wie einfach es ist, Sojamilch selbst zu machen. Und aus dem Restprodukt kannst du ganz leicht gute Sojaburger machen.

Für etwas mehr als 1 Liter Sojamilch brauchst Du:

  • 100 Gramm getrocknete Sojabohnen
  • Wasser
  • Was immer du zum Süßen oder für den Geschmack dazugeben möchtest.
    Ich kann empfehlen, ein Stückchen Vanilleschote oder 2 Esslöffel Zuckerrübensirup zu verarbeiten. 

Zuerst werden die Sojabohnen für ca. 10 Stunden, am besten über Nacht, in Wasser eingelegt. Bohnen in eine Schüssel geben, Wasser drübergießen, fertig. 

Wenn die Bohnen gut vollgesogen sind (sie nehmen dann ungefähr die doppelte Größe an) kannst du das Wasser abgießen und die Bohnen in einem Mixer mit ca. 300 ml Wasser pürieren. Den Bohnenbrei gibst du in einen Kochtopf, gießt das Ganze mit ca. 700 ml Wasser auf und bringst es zum kochen. Jetzt kannst du auch die Geschmacksrichtung bestimmen, in dem du z.B. Vanille, Datteln oder Zuckerrübensirup zugibst. Die Masse kocht ähnlich wie Milch sehr langsam an, aber wenn sie in Fahrt ist, auch gerne mal hoch. Am besten rührst du alle paar Minuten einmal um, damit nichts am Topfboden kleben bleibt.

Nach ca. 15 Minuten kannst du den Topf vom Herd nehmen und das Ganze abkühlen lassen. Sobald die Flüssigkeit ausreichend kalt ist, gibst du sie durch ein Passiertuch oder ein sauberes Geschirrtuch und füllst sie in eine Flasche ab. 

Die restliche, jetzt sehr trockene Bohnenmasse, eignet sich hervorragend als Grundlage für schmackhafte Sojaburger. Du kannst z.B. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und 1 Ei zugeben und die Masse dann in kleine Bällchen gerollt anbraten. Auch wenn du süße Sachen in die Flüssigkeit gegeben hast, schmeckt man die im gebratenen Patty nicht mehr wirklich durch. 

Die Sojamilch hält gut verschlossen im Kühlschrank mindestens 1 Woche, meist sogar länger. Falls deine Sojamilch schlecht wird merkst du es ähnlich wie bei Milch am unangenehmen Geruch und Geschmack, später klumpt das Ganze auch. 

Viel Spaß beim Ausprobieren. Erzähl mir doch, wie du deine Sojamilch verfeinerst. 

 

Posted in DIY, Zero Waste Tagged with: , , , , , , , , ,

März 23rd, 2017 by attentivista

Dass Avocados gesund, wirklich lecker und vielseitig einsetzbar sind, ist inzwischen bekannt. Die Avocado schmeckt besonders gut in Salat, Guacamole, gefüllt, pur und gebacken. Aber wusstest Du, dass auch der Avocadokern richtig vielseitig einsetzbar ist? 

Der Avocadokern soll eine große entzündungshemmende Wirkung haben. Du kannst ihn als Paste auf eine entzündete Stelle auftragen oder als Tee gegen Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall trinken. Man sagt er stärkt das gesamte Immunsystem und kann Infektionen vorbeugen und sogar bei Gelenkbeschwerden lindernd wirken. Außerdem soll er eine Cholesterinwert senkende Wirkung haben. Die Bitterstoffe unterstützen Galle und Leber und dank der Karotinoide hat er auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit der die Augen. 

Natürlich kann der Avocadokern seine Stärken auch gut bei der Körperpflege zur Geltung bringen. Mit Kokosöl vermengt, kannst du ihn als reichhaltige Haar- oder nährende Gesichtsmaske verwenden. Sogar gegen Akne soll er helfen. Er verleiht dem Haar einen besonders schönen Glanz und kann Schuppenbildung entgegenwirken. Angeblich kann er sogar die Hautalterung herauszögern – er ist eben ein echtes Wundermittel. 

70% der Aminosäuren einer Avocado stecken direkt im Kern. Dazu kommen die Inhaltsstoffe Flavonol, die beiden Karotinoide Zeaxanthin und Lutein und natürlich viele Vitamine, die allesamt dem Avocadokern seine großartigen Stärken verleihen. 

Aber wie macht man Pulver, Paste, Tee oder Topping? 
Zuerst säuberst du den Kern und lässt ihn ein paar Tage liegen, so dass die dünne braune Haut trocknen kann. Wenn sie sich wie hauchdünnes Laub leicht entfernen lässt, kannst du ihn leicht schälen. Den geschälten Kern kannst du jetzt mit einer feineren Käsereibe abreiben. Dabei färben sich die erst hellgelben Raspeln nach nur wenigen Minuten an der Luft orange und lassen einen erdigen, sehr frischen Duft frei. Die Raspeln lässt du am besten noch ein paar Tage an der Luft trocknen, so dass du das ganze dann mit einem Mörser gut zu einem Pulver verarbeiten kannst. Je nachdem, wie fein du das Pulver brauchst, kannst du die gröberen Reste nach dem Sieben noch einmal in den Mörser geben. Alternativ funktioniert auch eine starke Kaffeemühle. 

Bei der weiteren Verarbeitung lohnt sich ein wenig Achtsamkeit, das Pulver staubt auch in seiner gröberen Form und hinterlässt trocken und nass orange (auswaschbare) Spuren auf Textilien.

Probier es doch mal aus und erzähl mir, wie du den Avocadokern findest.

 

 

 

 

Posted in DIY, Zero Waste Tagged with: , , , , ,

März 18th, 2017 by attentivista

Verpackungsmüll entsteht schneller als man denkt. Es ist heute fast egal, was man einkauft, beinahe jedes Stück liegt verpackt im Regal oder kommt verpackt über den Einkaufstresen. Oft kann man gar nicht schnell genug erklären, dass es auch ohne Tasche oder Tüte geht, so automatisiert sind die Handgriffe und so unwahrscheinlich scheint die Idee, dass man die Verpackung nicht mitnehmen möchte. 

Aber uns Attentivistas geht es natürlich nicht nur darum, wer den Müll am Ende entsorgen muss. Wir bemühen uns immer, Verpackungsmüll gar nicht erst entstehen zu lassen.

Mit diesen 5 Tipps & Tricks kannst du ohne große Umwege und mit wenig Vorbereitung schon einiges an Verpackung sparen – denn jedes bißchen hilft.

  1. Du nimmst deine Stofftasche schon zu jedem Einkauf mit? Grossartig! Aber wusstest du, dass du z.B. Obst, Gemüse oder Brot statt in die gängigen Plastik- und Papiertüten auch in kleine Baumwollsäckchen legen kannst? Die mit einer Schnur zuziehbaren Säckchen eignen sich super für Transport und Aufbewahrung und sind leicht mit deiner normalen Wäsche zu reinigen. So kannst du sie für jeden Einkauf vielseitig einsetzen.
  2. Du kaufst dein Gemüse so oft wie möglich auf dem Wochenmarkt und dort bekommst du alles in Papiertüten? Wunderbar. Versuch doch mal, die Papiertüten beim nächsten Einkauf wieder mitzunehmen und befüllen zu lassen. Nur weil sie aus Papier ist muss sie ja nicht nur einmal verwendet werden.
  3. Seife statt Duschgel, das ist eines meiner Lieblingsmottos. Versuch doch mal, statt der Flasche Duschgel dich auf ein Stück Seife einzulassen. Seife wäscht dich genauso sauber wie Duschgel und enthält meist weniger Chemikalien. Eine gute Pflanzenseife gibt es in vielen Duftrichtungen, Formen und Farben auch in deinem Drogeriemarkt, oft sogar in Papier verpackt statt Plastik. Seife funktioniert übrigens auch bestens als Handseife im Bad und sieht in einer hübschen Schale doch gleich viel schöner aus als die Plastikflasche. 
  4. Du hast doch bestimmt noch das eine oder andere Metalldöschen bei dir rumstehen. Meist bekommt man diese zu Weihnachten als Keksdose oder Pralinendöschen geschenkt oder als Souvenir mit Minzbonbons gefüllt. Und als Schokodosen kannst du sie gleich weiterverwenden. Versuch doch mal, statt viel verpackter Schokolade im Supermarkt weniger, aber dafür wertige Schokolade in einem Spezialitätenladen zu kaufen. Das klingt jetzt natürlich erstmal teuer, aber du wirst sicher schnell von dem Unterschied begeistert sein – weniger ist hier auf jeden Fall mehr und der Test lohnt sich. Das scheint dir noch ein zu grosser Schritt? Kein Problem: Alternativ sind im Supermarkt bereits alle möglichen Schoko- und Nusscremes im Glas erhältlich. Probier doch mal ein Glas statt einer Tafel – schliesslich kann nicht nur Eis zum Löffeln gemacht sein. Uns das Glas kannst du perfekt zur Aufbewahrung für alle möglichen Dinge nutzen.
  5. Du kaufst deine Wurstwaren und Käse bereits an der Frischetheke ein und sparst so ordentlich Plastik? Das ist eine tolle Sache! Hast du auch schon mal probiert deine Brotbox oder Tupperschale dafür mitzunehmen, um noch mehr Verpackung zu verhindern? Hier müssen sich allerdings sowohl Metzger/Käsefachverkäufer als auch Kunde von den gängigen Routinen befreien, denn der Metzger/Käsefachverkäufer möchte vermutlich (aus verständlichen Hygienegründen) deine Box nicht auf seine Arbeitsfläche stellen. Wenn deine Box aber oben auf der Theke stehen bleibt und dort befüllt wird, sollte das kein Problem darstellen und deinem Einkauf steht nichts im Weg.

Welche von diesen Tipps und Tricks funktionieren besonders gut für dich? Oder hast du vielleicht noch mehr Ideen, wie sich Verpackungsmüll im Alltag vermeiden lässt?

Ich freue mich auf deine Kommentare.

Posted in Anders einkaufen, Denkansätze, Zero Plastic, Zero Waste Tagged with: , , , ,

März 9th, 2017 by attentivista

Wieviel Plastik würdest Du schätzen ist in deinem Haushalt in Gebrauch? Das kann ja eigentlich nicht so viel sein: ein paar Verpackungen, vielleicht ein Schneidebrett, ein Messbecher, ein paar Tupperschalen, die Trinkflasche, die Duschgel- und Shampooflaschen, die Zahnpastatube, die Gewürzdosen, die Tüten vom letzten Einkauf, der Wasserkocher, der Eierkocher, die Kaffeemaschine, die Flipflops, die Cremedosen, das Deo, die Wattestäbchen, die Zahnbürsten, die Spüli-Flasche, die Waschmittelflasche, die Weichspülerflasche, und und und. 

Es ist gar nicht so einfach, sich bewusst zu machen, wieviel Plastik in unserem Alltag allgegenwärtig ist. Und dazu kommt ja dann noch der Verpackungsmülll von jedem Einkauf, den man schon gar nicht mehr wahrnimmt. Schließlich fühlt es sich ja auch viel schöner und sauberer an, zu wissen, dass andere Kunden im Supermarkt die eigenen Tomaten nicht wirklich antatschen konnten. Lag ja geschützt in hygienischem Plastik. 

Bei uns zu Hause gibt es jetzt die monatliche Plastikherausforderung. Jeder von uns hat in der Küche einen hübschen Korb stehen, in dem er den selbstverursachten Plastikmüll sammelt. Am Ende des Monats schaut jeder einmal durch seinen Eimer und sieht dabei sehr schnell, wo das größte Verpackungsproblem ist. Weil jeder von uns am Monatsende total gerne der Umweltbewusstere wäre, versuchen wir ernsthaft jeden möglichen Plastikmüll zu vermeiden. Und kommen dabei auf erstaunlich gute Ideen, für die wir sonst vielleicht gar nicht offen wären. Außerdem überlegen wir tatsächlich bei jedem Einkauf, was wirklich notwendig ist und machen nebenbei einen Schritt in Richtung Minimalismus, da auf einmal nicht mehr jedes Produkt schnell gekauft werden muss. Stattdessen überlegt jeder von uns, ob es nicht auch ohne gehen würde. 

Probier es doch einfach mal aus, ein bisschen Wettbewerb für einen guten Zweck macht Spaß und setzt überraschend kreative Kräfte frei. Natürlich ist das noch lange nicht Zero Plastik aber es macht den Weg dorthin unterhaltsamer und leichter. 

Posted in Anders einkaufen, Denkansätze, Minimalism, Zero Plastic, Zero Waste Tagged with: , , , , , ,