Category: Minimalism

Juni 24th, 2017 by attentivista

Auch als nicht „Vollblut-Backpacker“ kann das Verreisen mit nur einem Rucksack eine echte Erleichterung sein, denn eigentlich braucht man auch oder vielleicht gerade unterwegs viel weniger, als man denkt. Wozu dann die Klamotten für jede mögliche und unmögliche Gelegenheit durch die Gegend schleppen, statt die große Freiheit zu genießen? Der Rucksack macht nicht nur Umsteigen, Ein- und Auspacken unkompliziert und schnell, sondern hält praktischerweise auch vom Shopping-Rausch ab, so dass du dich voll und ganz auf die vielen Eindrücke unterwegs konzentrieren kannst. Und das sind ja eigentlich auch wirklich die schönsten Souvenirs. 

Nur einen kleinen Haken könnte das Ganze haben: wie bekommst du alle deine Flüssigkeiten in den einen kleinen durchsichtigen 1l Beutel? Die Antwort ist ganz einfach: gar nicht. Tausch doch deine Flüssigkeiten gegen Festes aus. Das spart dir nicht nur den Stress, sondern schont auch die Umwelt, da du so auf viel unnötigen Verpackungsmüll verzichten kannst. Und es kann unterwegs auch nichts auslaufen. Du glaubst nicht, dass das geht? Ich zeig dir, welche Flüssigkeiten sich gut austauschen lassen und auf welche ich bisher nicht verzichten konnte. 

BODYLOTION
Statt einer Bodylotion nehme ich entweder meinen selbstgemachten Lotion Bar oder ein kleines Glas von dem Allroundtalent Kokosöl mit. So habe ich Bodylotion, leichten Sonnenschutz, leichten Mückenschutz, Haarkur und ein leichtes Deo gleichzeitig dabei. 

DEO
Siehe Bodylotion. Falls mir das Kokosöl nicht ausreicht, nehme ich mein selbstgemachtes Deo in einer kleinen Dose mit. Da das Deo nicht ganz fest ist, gehört es auch in das Flüssigkeitstütchen.

DUSCHGEL
Ich nehme ein schönes Stück Seife mit, in einer kleinen Edelstahldose lässt sich das perfekt transportieren.

GESICHTSCREME
Auf Gesichtscreme kann ich natürlich nicht verzichten, die kommt in das Flüssigkeitstütchen.

GESICHTSSEIFE
Statt mit einer Seife nur fürs Gesicht verwende ich mein normales Seifenstück oder einfach warmes Wasser. Die Makeup-Reste entferne ich mit meinem Gesichtswasser

GESICHTSWASSER
Auch auf mein Gesichtswasser verzichte ich nicht. Meins kann man gleich in der praktischen 100ml (Glas)Flasche kaufen, so dass es ebenfalls einen Platz im Flüssigkeitstütchen hat. Natürlich sind meine waschbaren Wattepads auch im Urlaub im Einsatz.

MAKE-UP
Make-up verwende ich wenig. Mein aktuelles Lieblingsprodukt ist das Mineralmake-up von Alnatura. Das gibt es in der kleinen 30ml Packung, so dass es gut in das Flüssigkeitstütchen passt. Oft nehme ich auch nur ein leichtes Puder statt Make-up mit. Das kann weder auslaufen, noch muss es in das kleine Tütchen passen. 

MASCARA
Kommt natürlich mit ins Flüssigkeitstütchen.

PARFUM
Mir gefällt mein selbst gemachtes „Solid Perfume“ natürlich am besten. Den Duft kreiere ich selbst und weil es fest ist, nimmt es keinen Platz im Flüssigkeitenbeutel weg. 

SHAMPOO
Feste Shampoobars sind eine tolle Alternative, nicht nur für unterwegs. Es gibt herrliche feste Shampoostücke z.B. bei Lush, der Seifenmanufaktur Uckermark oder Savion. Diese lassen sich wie ein Stück Seife in einer Dose perfekt transportieren. Für den Urlaub haben zwei kleinere Stücke (Seife und Shampoo) auch gut zusammen in einer Dose Platz.

SONNENCREME
Sonnencreme kaufe ich vor Ort, für einen leichten Sonnenschutz reicht auch das Kokosöl aus. 

ZAHNPASTA
Wusstest du, dass es Zahnpasta auch als Tabs statt Creme gibt? Die Tabs funktionieren genauso gut wie Zahnpasta und es gibt sie mit und ohne Flourid und in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Tabs lassen sich wunderbar in einer kleinen Mintsdose transportieren.

ZAHNSEIDE
Zahnseide gibt es natürlich auch plastikfrei und in vielen Onlineshops zu kaufen, z.B. von Vömel. Diese plastikfreie Variante kommt in einem kleinen Glascontainer und ist nachfüllbar. Der Glascontainer ist übrigens sehr robust und geht auch nach mehrmaligem Runterfallen nicht kaputt. 

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Mai 13th, 2017 by attentivista

Kennst du schon das Sonnenglas? Das Sonnenglas ist ein ca. 18cm hohes Glas mit Schraubverschluss und einem Bügel zum Tragen und zur Aktivierung der im Deckel eingelassenen solarbetriebenen LED-Leuchten. Tagsüber speichert das Glas Sonnenenergie, die es im Dunkeln dann wieder abgibt, als Licht. Das Glas selbst lässt sich ganz nach deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten: du kannst es ganz einfach mit deinen liebsten Dekorationsartikeln befüllen.

So sparst du nicht nur Energie (und Kerzen), sondern hast auch noch eine wirklich individuelle und flexible Dekoration für deinen Esstisch oder deine Lieblingsecke. Das Sonnenglas wird in Handarbeit in Südafrika hergestellt und besteht größtenteils aus lokalen Materialien und soll zu 100% recyclebar sein. Mehr Informationen zum Sonnenglas findest du unter www.sonnenglas.net.

Der wirklich schöne Name kombiniert mit deiner individuellen Dekoration macht das Sonnenglas auch zu einer wirklich schönen Geschenkidee. 

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April 15th, 2017 by attentivista

In meinem Post „In 5 einfachen Schritten zur Attentivista“ habe ich 5 Dinge angesprochen, die du ganz einfach ändern kannst und so schnell einen wertvollen Beitrag für dich und deine Umwelt leistest. Schnelle Erfolge helfen, dauerhaft Spaß an einer Sache zu haben und verhindern, dass wir zu schnell aufgeben, wenn mal etwas nicht sofort funktioniert. Wir Attentivistas nehmen uns die Zeit, uns auf verschiedene Dinge einzulassen und vor allem gut abzuwägen. Wir bedienen uns aus verschiedenen Bewegungen, um immer die beste Möglichkeit für uns und unsere Umwelt herauszufinden. Hierbei ist vor allem wichtig, dass wir uns ein wenig umfassender Gedanken machen und bei uns selbst nach der Motivation für unsere Entscheidungen suchen. 

Attentivistas machen einfach. Wir warten nicht auf den nächsten Trend oder die nächste Idee, wir machen einfach. Und weil wir uns aus verschiedenen Bewegungen bedienen, können wir auch sofort loslegen, ohne erst einmal die Hintergründe einer bestimmten Richtung ganz verstanden zu haben. Wir können ausprobieren, was grad am besten zu unserer Situation passt und dann Schritt für Schritt tiefer einsteigen. Wichtig ist, dass wir aktiv sind und dabei achtsam bleiben. 

Attentivistas geben nicht auf. Auch oder eigentlich gerade wenn die einfachen Handgriffe sitzen, machen wir weiter und suchen nach neuen Möglichkeiten, wie wir achtsam durch den Alltag gehen können. Wir hören nicht auf, nur weil manche Dinge unbequem sind, aber wir gönnen uns auch mal eine Pause. Wenn sich zum Beispiel unser  „Zero Waste“-Ansatz aktuell nicht umsetzen lässt, weil du unbedingt was Süßes brauchst, können wir uns gut mit einem „Zero Plastic“-Ansatz ausgleichen und z.B. einen Kuchen selbst backen, anstatt das Süßigkeitenregal im Supermarkt zu plündern. 

Attentivistas sind achtsam. Oft haben wir das große Glück, an vielen Dingen nicht sparsam sein zu müssen: das Wasser aus der Leitung kann einfach eine Weile laufen, die Ladekabel können immer an der Steckdose hängen und falls uns etwas fehlt, können wir an fast an jeder Ecke einkaufen, was das Herz begehrt. Attentivistas sind sich dieser wunderbaren Situation bewusst und geben sich deswegen besondere Mühe, achtsam zu sein, auch und gerade dann, wenn es nicht notwendig ist. Wir entscheiden uns bewusst und versuchen dabei, möglichst viele Kriterien (Alternativen, Transportkette, Abfall etc.) mit in unsere Entscheidung einzubeziehen. Attentivistas können auch mal verzichten, wenn die Entscheidung schwer fällt oder auch einfach nur, damit sich die Vorfreude einmal wieder richtig spüren lässt.

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März 9th, 2017 by attentivista

Wieviel Plastik würdest Du schätzen ist in deinem Haushalt in Gebrauch? Das kann ja eigentlich nicht so viel sein: ein paar Verpackungen, vielleicht ein Schneidebrett, ein Messbecher, ein paar Tupperschalen, die Trinkflasche, die Duschgel- und Shampooflaschen, die Zahnpastatube, die Gewürzdosen, die Tüten vom letzten Einkauf, der Wasserkocher, der Eierkocher, die Kaffeemaschine, die Flipflops, die Cremedosen, das Deo, die Wattestäbchen, die Zahnbürsten, die Spüli-Flasche, die Waschmittelflasche, die Weichspülerflasche, und und und. 

Es ist gar nicht so einfach, sich bewusst zu machen, wieviel Plastik in unserem Alltag allgegenwärtig ist. Und dazu kommt ja dann noch der Verpackungsmülll von jedem Einkauf, den man schon gar nicht mehr wahrnimmt. Schließlich fühlt es sich ja auch viel schöner und sauberer an, zu wissen, dass andere Kunden im Supermarkt die eigenen Tomaten nicht wirklich antatschen konnten. Lag ja geschützt in hygienischem Plastik. 

Bei uns zu Hause gibt es jetzt die monatliche Plastikherausforderung. Jeder von uns hat in der Küche einen hübschen Korb stehen, in dem er den selbstverursachten Plastikmüll sammelt. Am Ende des Monats schaut jeder einmal durch seinen Eimer und sieht dabei sehr schnell, wo das größte Verpackungsproblem ist. Weil jeder von uns am Monatsende total gerne der Umweltbewusstere wäre, versuchen wir ernsthaft jeden möglichen Plastikmüll zu vermeiden. Und kommen dabei auf erstaunlich gute Ideen, für die wir sonst vielleicht gar nicht offen wären. Außerdem überlegen wir tatsächlich bei jedem Einkauf, was wirklich notwendig ist und machen nebenbei einen Schritt in Richtung Minimalismus, da auf einmal nicht mehr jedes Produkt schnell gekauft werden muss. Stattdessen überlegt jeder von uns, ob es nicht auch ohne gehen würde. 

Probier es doch einfach mal aus, ein bisschen Wettbewerb für einen guten Zweck macht Spaß und setzt überraschend kreative Kräfte frei. Natürlich ist das noch lange nicht Zero Plastik aber es macht den Weg dorthin unterhaltsamer und leichter. 

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