Category: DIY

Mai 10th, 2018 by attentivista

Ganz vereinfacht erklärt kommt Plastik natürlich über Flüsse und Abwasser ins Meer. Auch wenn wir noch so aufpassen, bleibt Müll nun mal in der Natur liegen und unser Abwasser erledigt den Rest. Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung: Ein Apfelgehäuse zersetzt sich nach ungefähr 2 Monaten, eine Plastikwindel nach ungefähr 450 Jahren und eine Getränkedose nach 200 Jahren vollkommen. Vor der vollständigen Zersetzung fällt jeder Gegenstand in kleine Teile, die von Vögeln und Fischen als Nahrung missverstanden werden. Die Mägen sind voll mit Plastikteilchen, die sich nicht verdauen und somit auch keine weitere Nahrungsaufnahme zulassen. 

Auch wenn du nicht aktiv deinen Plastikmüll ins Meer oder in verschiedene Flüsse schmeißt, fällt ein großer Teil der Verantwortung für die Verschmutzung auf uns Verbraucher zurück. Und hier ist wichtig zu verstehen, wo man selbst einen Beitrag leisten kann, auch wenn er nur sehr klein zu sein scheint.

  1. Ausmisten ist gut für die Seele und schafft Platz für Neues. Viele von den Dingen, die uns keine Freude mehr machen, können wir spenden statt wegschmeißen, so dass deine Sachen nicht unnötig auf dem Müll landen. 
  2. Verzichten – ist auch gut für die Seele. Muss es tatsächlich jedes Mal etwas Neues sein? Versuch doch einfach mal deine Klamotten upzucyclen, das macht Spaß und du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen. 
  3. Kosmetik und Pflegeprodukte: Kosmetikprodukte sind oft nicht nur wunderbar und aufwendig verpackt, sie sind auch aufgrund ihrer chemischen Herstellung selbst die größten Verschmutzer. Versuch doch mal Naturprodukte aus deiner Umgebung. Das tut nicht nur deiner Haut gut, sondern auch der Umwelt. Im Reformhaus um die Ecke gibt es eine große Auswahl. Oder probier doch mal, eine Maske oder Bodylotion selbst herzustellen.
  4. Shampoo und Duschgel: Hast du schon mal versucht, auf feste Produkte umzusteigen? Ein Stück Seife und festes Shampoo (gibt es als Shampoobar und Haarseife) sind oft nicht nur verpackungsfrei, sondern auch ohne die notwendigen Weichmacher hergestellt. 
  5. Klamotten. Hast du schon mal nach natürlich hergestellten Klamotten gesucht, anstatt bei der Lieblingskette zu stöbern? Es gibt in Deutschland immer mehr kleine Unternehmen, die hochwertige und vor allem moderne Mode umweltfreundlich herstellen. Dein Kleiderschrank bekommst so einen individuellen Kick und du tust deiner Haut was richtig gutes.
  6. Wäsche waschen. Hier geht es nicht nur um Waschmittel und Weichspüler (auf den man gut verzichten kann), sondern vor allem um den Stoff, aus dem deine Klamotten gefertigt sind. Viele Stoffe enthalten Plastik, das bei jeder Wäsche als Nanopartikel ins Abwasser gelangt. Es gibt derzeit keine Möglichkeit, diese Nanopartikel aus dem Abwasser zu filtern und sie gelangen so am Ende ins Meer und in unseren Nahrungskreislauf. 
  7. Haushaltsreiniger: Ein sauberes Zuhause wünscht sich jeder und die Anzahl der Reinigungsprodukte nimmt inzwischen ganze Regale im Supermarkt ein. Statt für jeden Schmutz einen eigenen Reiniger zu kaufen, kannst du mit einem selbstgemachten Essigreiniger nicht nur auf Verpackung sondern auch auf schädliche Inhaltsstoffe verzichten. 
  8. Lebensmittel: Mit deinem Einkauf kannst du ein Zeichen setzen. Versuch doch mal statt möglichst exotisch möglichst regional einzukaufen. Auch aus unseren regionalen Produkten kann man fantastische Gerichte zaubern. Das spart nicht nur Geld sondern vor allem auch Transport auf Kosten der Umwelt. 

Viele unserer alltäglichen Routinen haben am Ende Auswirkungen auf die Umwelt und die Menge an Plastikmüll, nicht nur im Meer. Und du kannst mit so wenig Veränderung einen großen Beitrag zur Verbesserung leisten. 

 

 

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März 31st, 2018 by attentivista

Zahnpasta gehört zu unserem Alltag wie fast kein anderes Pflegemittel. Und wie bei allen anderen Kosmetikprodukten gibt es hier eine große Auswahl an Produkten – und damit einhergehend zahlreiche Möglichkeiten der unbewussten Umweltverschmutzung. Ganz wichtig bei der Auswahl der Lieblingszahnpasta ist, auf Mikro- und Nanoplastik zu verzichten, auch wenn die kleinen Kügelchen so wunderbar glitzern. 

Wer einen Schritt weitergehen möchte, hat sicherlich schon mal über selbstgemachte Zahnpasta nachgedacht. Damit du dich nicht weiter wundern musst, ob selbstgemachte Zahnpasta eine gute Idee für dich ist, habe ich es für dich ausprobiert. Ob selbstgemachte Zahnpasta aus medizinischer Sicht eine gute Idee ist, besprichst du am besten mit deinem Zahnarzt, hier geht es tatsächlich nur um das Erlebnis, nicht die medizinische Bewertung. 

Für die selbstgemachte Zahnpasta brauchst du:

  • 2-3 Esslöffel Natron
  • 4-5 Esslöffel Kokosöl
  • 10-15 Tropfen ätherische Pfefferminzöl (oder ein anderen Öl nach deinem Geschmack, achte auf die Eigenschaften deines Lieblingsöls)
  • Wasserbad
  • Kleines Glas mit Deckel zur Aufbewahrung

Beginne damit, das Kokosöl im warmen (nicht heißen) Wasserbad weich werden zu lassen. Währenddessen kannst du das Natronpulver noch mal durch ein feines Sieb geben, damit es nicht klumpt. Sobald das Kokosöl flüssig ist kannst du es aus dem Wasserbad nehmen und das Natronpulver hinzufügen. Rühre die Mischung so lange, bis eine gleichmässige Masse entsteht und gebe dann das Öl deiner Wahl hinzu. Fülle deine Zahnpasta in dein Gefäß um und achte darauf, beim Abkühlen die Mischung immer mal wieder umzurühren, damit sich das Natron nicht am Boden absetzt. 

Kokosöl sorgt für die richtige Konsistenz deiner Zahnpasta und soll antibakteriell und desinfizierend wirken. Natron soll einen guten PH-Wert im Mund erstellen und die Zähne auch leicht aufhellen.

Die Konsistenz der selbstgerechten Zahncreme ist ein wenig fester als die der herkömmlichen Zahncreme und man muss sich erstmal an den Batzen Kokosöl im Mund gewöhnen. Der Geschmack ist – da ja selbst kreiert – angenehm, aber ich konnte mich nicht dazu durchringen, nur noch mit selbstgerechter Zahnpasta meine Zähne zu putzen. Eine gute Alternative für diejenigen, die auch beim Zahnpastakauf ein wenig auf die Umwelt achten möchten, können Zahnputztabletten sein, die gut in verpackungsfreien Supermärkten und Onlineshops erhältlich sind. 

 

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März 11th, 2018 by attentivista

Heute zeige ich dir das neulich versprochene Rezept für mein Lieblingspastagericht mit der gehäuteten roten Paprika.

Für 2 Portionen brauchst du

  • ca. 400 Gramm Pasta deiner Wahl (ich nehme meistens Linguine)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Etwas Peperoncino (frisch oder getrocknet)
  • Etwas getrockneten Rosmarin, Oregano und Thymian
  • 1 gehäutete rote Paprika, zerkleinert
  • 1 EL Pinienkerne
  • frischer geriebener Parmesan
  • 1 Pfanne für die Sauce, 1 Topf mit Wasser und etwas Salz für die Nudeln
  • ca. 15-20 Minuten Zeit

Die Zubereitung für dieses Pastagericht dauert nicht länger als die Kochzeit deiner Nudeln. Während du wartest, dass das Nudelwasser kocht, brätst du die Knoblauchzehe mit etwas Olivenöl und den Pinienkernen auf niedriger Hitze an. Sobald du deine Nudeln in das kochende und gesalzene Wasser gegeben hast, gibst du deine Paprikastücke mit ihrer Flüssigkeit in die Pfanne und würzt das Ganze mit Rosmarin, Oregano und Thymian nach deinem Geschmack. Die Paprika und die Pinienkerne sollten nicht anbrennen, aber auch nicht in Flüssigkeit schwimmen. Gib lieber nach und nach entweder etwas Olivenöl, Paprikaflüssigkeit oder auch Nudelwasser in die Pfanne, so dass der gesamte Pfannenboden richtig bedeckt ist und die Mischung auf niedriger Hitze leicht köchelt.

Nachdem du deine fertigen Nudeln abgegossen hast, gibst du diese mit in die Pfanne und mischt alles richtig durch, so dass sich deine Sauce gut um die Nudeln verteilen kann. Jetzt kannst du deine Pasta anrichten und noch reichlich mit frischem Parmesan bestreuen.

Diese Pasta schmeckt übrigens nicht nur warm richtig lecker, sie bereichert als sommerlich-frischer Nudelsalat auch jedes Picknick oder Grillfest (besser dann mit Penne oder Fusilli statt Linguine). Im Kühlschrank hält sie sich ca. 1 bis 2 Tage.

Guten Appetit!

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Februar 18th, 2018 by attentivista

Trockene Luft und Kälte machen unserer Haut oft zu schaffen und man hat schnell das Gefühl, gar nicht so ausreichend Wasser oder Tee trinken zu können, damit die Haut sich nicht trocken und unzufrieden anfühlt. Eine aufwendige Maske – gekauft oder selbst zusammengerührt – scheint hier oft die einzige Lösung zu sein, aber wer hat schon alle Zutaten und die Zeit oder Energie, alles richtig zusammenzurühren? 

Du natürlich, denn eigentlich braucht man nur eine einzige Zutat, und die bekommst du in jedem Lebensmittelladen: eine Banane. 

Bananen enthalten viele Wirkstoffe, die die Haut nähren. Sie enthalten viel Vitamin C und B6 sowie Antioxidantien und Mangan, die für die Elastizität der Haut wichtig sind. 

Du kannst die Banane in verschiedenen „Schwierigkeitsgraden“ als Gesichtsmaske verwenden: 

  1. Schneide einfach ein daumendickes Stück Banane ab und reibe dir damit langsam über Gesicht und Hände. Das hinterlässt einen hauchdünnen Film auf der Haut, den du je nach gewünschter Intensität nach 10 bis 30 Minuten mit lauwarmen Wasser abwaschen kannst.
  2. Püriere ca. eine halbe Banane zu Brei (entweder mit einer Gabel oder einem Pürierstab) und trage das Mousse gleichmässig auf die Haut auf. Am besten machst du es dir im Bad gemütlich, da das überschüssige Mousse herunterfallen kann, wenn du dich bewegst. Auch das Mousse kannst du nach 10 bis 30 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  3. Püriere ca. eine halbe Banane zu Brei und füge einen Esslöffel Honig dazu. Verrühre beide Zutaten, bis eine gleichmäßige Mischung entsteht und trage das Mousse dann auf die Haut auf. Honig bindet Feuchtigkeit und macht die Haut zusätzlich geschmeidig. Diese Konstellation hält etwas besser auf der Haut als die reine Bananenmousse und kann ebenfalls zwischen 10 bis 30 Minuten einwirken und mit lauwarmem Wasser entfernt werden.

Du wünscht dir schöne und vor allem zufriedene Haut im Winter? Eine einfache Banane macht es im Handumdrehen möglich. 

 

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Juli 21st, 2017 by attentivista

Paprika ist nicht nur schmackhaft, sondern mit ihren vielen Vitaminen, wenig Fett und wenig Kohlenhydraten auch extrem gesund. Gefüllt, roh, gekocht oder in Smoothies ist sie ein fast ständiger Bestandteil unserer Mahlzeiten.

Mir hat es besonderes die rote Paprika angetan und heute möchte ich dir zeigen, wie sie mir am besten schmeckt. Meine speziell gebackene und gehäutete Paprika ist nicht nur ein leckerer Snack zwischendurch, oder mit gutem Brot eine kleine Mahlzeit, sondern auch Grundlage für ein erschrischendes und vor allem schnell gemachtes Pastagericht.

Du brauchst für ca. 1 mittelgroßes Einmachglas (ca. 2 Portionen mit Brot oder 3-4 Portionen als Pastagericht)

  • 2 rote große Paprika (egal ob normal oder lang, am besten direkt vom Markt)
  • 1 Blatt Backpapier
  • deinen Backofen
  • 1 Suppenteller/Schüssel
  • 1 grobes Sieb
  • 1 Glas/Gefäß zur Aufbewahrung
  • ca. 30 Minuten Zeit zum Backen
  • ca. 10 Minuten Zeit zum Abziehen

Backe deine Paprikas bei ca. 190-200 Grad (ohne Vorheizen, Unterhitze reicht aus) auf einem Backblech ca. 25-30 Minuten, bis die Haut an einigen Stellen dunkelbraun wird und sich große Hitzeblasen bilden. Achte darauf, dass deine Paprikas aufrecht stehen, so dass ihre Flüssigkeit nicht zu sehr auslaufen kann.

Sobald du mit dem Zustand deiner Paprikas zufrieden bist, kannst du sie aus dem Ofen holen und in einem Suppenteller oder einer Schüssel auskühlen lassen. Am besten rollst du die Paprika dabei vorsichtig vom Blech, damit die sehr heiße Flüssigkeit nicht ausläuft und du dich vor allem nicht daran verbrennst. Sobald deine Paprikas sicher auf dem Teller liegen kannst du den Stiel entfernen und sie in bisschen öffnen, damit sie schneller abkühlen, der Saft darf dabei ruhig auslaufen.

Nach ca. einer halben Stunde bis Stunde kannst du anfangen, die Haut zu entfernen. Das sollte jetzt fast von alleine gehen, da sich die Haut ja bereits im Backofen an vielen Stellen vollständig gelöst hat. Die Paprika zerfällt jetzt fast von alleine in kleinere Stücke und macht dir so auch das Entfernen der Kerne leicht. Lege die enhäuteten und kernfreien Teile in dein Einmachglas. Gieße danach den Paprikasud durch ein grobes Sieb über die Stücke, so dass alle vollständig bedeckt sind.

Die Paprika ist sofort verzehrbereit und hält (nach Abkühlen), wenn alle Teile vollständig mit der eigenen Flüssigkeit bedeckt sind, ca. 2 Wochen im Kühlschrank. Falls du zu wenig Flüssigkeit hast, kannst du diese gerne mit ein wenig Olivenöl auffüllen.

Guten Appetit! In zwei Wochen bekommst du hier mein Geheimrezept für Pasta mit abgezogener Paprika.

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Juli 8th, 2017 by attentivista

Für eine frische und schöne Haut ist ein gelegentliches Peeling ein absolutes Muss. Ein Peeling sollte die Haut nicht nur intensiv reinigen, trockene Hautschüppchen entfernen, sondern ihr auch zu mehr Elastizität und Festigkeit verhelfen und somit eine tolle Vorbeugung gegen Fältchen sein. Durch das Auftragen und Verreiben der Zucker- oder Salzkristalle (Rezepte für Salz-Peelings folgen bald) auf der Haut wird die Durchblutung angeregt. Giftstoffe können so besser abtransportiert werden. 

Ein selbstgemachtes Zuckerpeeling tut nicht nur deiner Haut gut, sondern geht schnell und macht auch noch Spaß.Das Zuckerpeeling kann bei normaler (bis trockener) Haut am ganzen Körper verwendet werden, auch im Gesicht.

Du brauchst (für ungefähr 100ml):

  • 8 Esslöffel Zucker (ich nehme Rohrzucker)
  • 2 Teelöffel grobes Meersalz
  • ca. 8-10 Esslöffel natives Olivenöl
  • 2 Minuten Zeit

Mische Zucker und Salz. Das Salz sollte sich dabei gut im Zucker verteilen. Gib nach und nach das Olivenöl dazu und rühre das Ganze zu einer festen Masse, bis dir die Konsistenz gefällt. Eventuell benötigst du nicht die gesamte Menge Olivenöl. Nach dem Zusammenrühren ist dein Peeling fertig und sofort einsatzbereit. Das Peeling hält in einem geschlossenen Behalter und Zimmertemperatur ungefähr 2 Wochen.

Verreibe dein Peeling unter der Dusche auf deiner Haut. Es ist auch gut für das Gesicht geeignet, aber vergiss nicht die Augen großzügig auszusparen. Danach spülst du das Peeling mit warmem Wasser wieder ab. Deine Haut fühlt sich sofort gut gepflegt und zufrieden an.

Falls dir der Olivenölduft nicht gefällt, kannst du natürlich auch ein paar Tropfen von deinem Lieblingsduft (reines ätherisches Öl) unterrühren und dem Peeling so deine ganz persönliche Note geben. Ein hübsches Glas mit hausgemachten Peeling eignet sich übrigens auch wunderbar als kleine Aufmerksamkeit für Freunde und Familie.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren!

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Juli 1st, 2017 by attentivista

Du bist was du isst – was auf unsere Teller kommt schauen wir uns natürlich genauer an und vielen von uns fällt gesunde Ernährung zunehmend leichter. Fast food ist für uns längst nicht mehr das positive und bequeme Erlebnis, das es in den 80ern und 90ern warAber was genau ist fast fashion?

Hast du dir jemals Gedanken darüber gemacht, wo die Bestandteile deiner Klamotten herkommen und wichtiger: was mit ihnen passiert, wenn sie dir nicht mehr gefallen? Wer hat wirklich Lust, das alles ernsthaft zu recherchieren? 

Die Doku „Slowing Down Fast Fashion“ geht dem Ganzen auf den Grund: Alex James hinterfragt auf unterhaltsame Weise den kompletten Lebenszyklus unserer Klamotten, von uns Kunden über Hersteller und bis hin zu den Auswirkungen auf die Umwelt. Dabei steht immer im Vordergrund, dass Mode vor allem Freude machen und inspirieren soll und es bereits grossartige Lösungen für uns gibt. 

Slowing down fast fashion ist wirklich eine tolle Doku, die nicht nur Spass macht, sondern viel erklärt und echt die Augen öffnet!

Hier geht es zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=YNcQ1CsLJVE

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Juni 24th, 2017 by attentivista

Auch als nicht „Vollblut-Backpacker“ kann das Verreisen mit nur einem Rucksack eine echte Erleichterung sein, denn eigentlich braucht man auch oder vielleicht gerade unterwegs viel weniger, als man denkt. Wozu dann die Klamotten für jede mögliche und unmögliche Gelegenheit durch die Gegend schleppen, statt die große Freiheit zu genießen? Der Rucksack macht nicht nur Umsteigen, Ein- und Auspacken unkompliziert und schnell, sondern hält praktischerweise auch vom Shopping-Rausch ab, so dass du dich voll und ganz auf die vielen Eindrücke unterwegs konzentrieren kannst. Und das sind ja eigentlich auch wirklich die schönsten Souvenirs. 

Nur einen kleinen Haken könnte das Ganze haben: wie bekommst du alle deine Flüssigkeiten in den einen kleinen durchsichtigen 1l Beutel? Die Antwort ist ganz einfach: gar nicht. Tausch doch deine Flüssigkeiten gegen Festes aus. Das spart dir nicht nur den Stress, sondern schont auch die Umwelt, da du so auf viel unnötigen Verpackungsmüll verzichten kannst. Und es kann unterwegs auch nichts auslaufen. Du glaubst nicht, dass das geht? Ich zeig dir, welche Flüssigkeiten sich gut austauschen lassen und auf welche ich bisher nicht verzichten konnte. 

BODYLOTION
Statt einer Bodylotion nehme ich entweder meinen selbstgemachten Lotion Bar oder ein kleines Glas von dem Allroundtalent Kokosöl mit. So habe ich Bodylotion, leichten Sonnenschutz, leichten Mückenschutz, Haarkur und ein leichtes Deo gleichzeitig dabei. 

DEO
Siehe Bodylotion. Falls mir das Kokosöl nicht ausreicht, nehme ich mein selbstgemachtes Deo in einer kleinen Dose mit. Da das Deo nicht ganz fest ist, gehört es auch in das Flüssigkeitstütchen.

DUSCHGEL
Ich nehme ein schönes Stück Seife mit, in einer kleinen Edelstahldose lässt sich das perfekt transportieren.

GESICHTSCREME
Auf Gesichtscreme kann ich natürlich nicht verzichten, die kommt in das Flüssigkeitstütchen.

GESICHTSSEIFE
Statt mit einer Seife nur fürs Gesicht verwende ich mein normales Seifenstück oder einfach warmes Wasser. Die Makeup-Reste entferne ich mit meinem Gesichtswasser

GESICHTSWASSER
Auch auf mein Gesichtswasser verzichte ich nicht. Meins kann man gleich in der praktischen 100ml (Glas)Flasche kaufen, so dass es ebenfalls einen Platz im Flüssigkeitstütchen hat. Natürlich sind meine waschbaren Wattepads auch im Urlaub im Einsatz.

MAKE-UP
Make-up verwende ich wenig. Mein aktuelles Lieblingsprodukt ist das Mineralmake-up von Alnatura. Das gibt es in der kleinen 30ml Packung, so dass es gut in das Flüssigkeitstütchen passt. Oft nehme ich auch nur ein leichtes Puder statt Make-up mit. Das kann weder auslaufen, noch muss es in das kleine Tütchen passen. 

MASCARA
Kommt natürlich mit ins Flüssigkeitstütchen.

PARFUM
Mir gefällt mein selbst gemachtes „Solid Perfume“ natürlich am besten. Den Duft kreiere ich selbst und weil es fest ist, nimmt es keinen Platz im Flüssigkeitenbeutel weg. 

SHAMPOO
Feste Shampoobars sind eine tolle Alternative, nicht nur für unterwegs. Es gibt herrliche feste Shampoostücke z.B. bei Lush, der Seifenmanufaktur Uckermark oder Savion. Diese lassen sich wie ein Stück Seife in einer Dose perfekt transportieren. Für den Urlaub haben zwei kleinere Stücke (Seife und Shampoo) auch gut zusammen in einer Dose Platz.

SONNENCREME
Sonnencreme kaufe ich vor Ort, für einen leichten Sonnenschutz reicht auch das Kokosöl aus. 

ZAHNPASTA
Wusstest du, dass es Zahnpasta auch als Tabs statt Creme gibt? Die Tabs funktionieren genauso gut wie Zahnpasta und es gibt sie mit und ohne Flourid und in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Tabs lassen sich wunderbar in einer kleinen Mintsdose transportieren.

ZAHNSEIDE
Zahnseide gibt es natürlich auch plastikfrei und in vielen Onlineshops zu kaufen, z.B. von Vömel. Diese plastikfreie Variante kommt in einem kleinen Glascontainer und ist nachfüllbar. Der Glascontainer ist übrigens sehr robust und geht auch nach mehrmaligem Runterfallen nicht kaputt. 

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Juni 17th, 2017 by attentivista

Du möchtest dein Parfum nicht mehr mit tausend anderen teilen und dabei auf ungesunde Zusätze und unnötige Verpackungen verzichten? Du kannst deinen persönlichen Lieblingsduft jetzt ganz einfach selbst herstellen – ich habe es für dich ausprobiert.

Du brauchst ein wenig Zeit, um dich mit deinen Lieblingsduften zu beschäftigen und die für dich geeignetste Kombination herauszufinden. Versuch es doch einfach mal im Biomarkt und rieche dich durch das Angebot an reinen, ätherischen Ölen. Um einschätzen zu können, wie sie dir in Kombination gefallen, hältst du bis zu 4 Flaschen geöffnet in einer Hand und lässt die Düfte auf dich wirken. Natürlich musst du dich nicht gleich mit den verschiedenen Heilwirkungen von ätherischen Ölen beschäftigen, folge einfach deiner Nase. Ein erfahrener Parfumeur achtet bei der Duftkreation auf Kopf-, Herz- und Basisnoten, ein gutes Verhältnis für deinen ersten Test liegt bei 30% zu 60% zu 10%. Falls du Lust auf mehr Insights hast, gibt es z.B. von Primavera eine umfassende Broschüre mit viel Hintergrundwissen.  

Für deinen ersten Test, ca. 15 Gramm, benötigst Du: 

  • 2 Teelöffel Trägeröl (Jojobaöl, Mandelöl oder Olivenöl)
  • 2 Teelöffel geriebenen Bienenwachs
  • 5 Gramm Kakaobutter
  • ca. 60 Tropfen deiner Duftmischung
  • 10 Minuten Zeit

Erwärme das Bienenwachs im Wasserbad, bis es flüssig ist. Geb dann das Trägeröl und Kakaobutter dazu und lass die Mischung ebenfalls noch einmal flüssig werden. Bereite deine Duftmischung rechtzeitig vor, so dass du sie schnell dazugeben kannst. Da deine Mischung kalt ist, reagiert die Wachs-Öl-Mischung sofort, warte hier nochmal einen Moment, bis alles wieder flüssig ist und rühre das Ganze vorsichtig um, so dass alles gut miteinander vermengt ist. Dann füllst du alles vorsichtig in ein geeignetes Gefäß (kein Plastik!), wie z.B. eine kleine Aludose oder ein kleines Glas und lässt die Mischung auskühlen. 

Das flüssige Bienenwachs ist sehr heiß, bitte gehe vorsichtig damit um und vermeide jeden direkten Hautkontakt, damit du dich nicht verbrennst. 

Das feste Parfum ist nicht nur eine besonders unschädliche Möglichkeit, immer fantastisch zu duften, sondern eignet sich auch hervorragend als sehr individuelles Geschenk – je nach Duftrichtung natürlich für Männer und Frauen. Es gibt tausende Kombinationen und dauert vielleicht ein bisschen, bis du die für dich richtige gefunden hast. Andererseits, wer sagt, dass es nur einen perfekten Duft pro Person geben darf?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Testen, Mischen und Zusammenrühren!

 

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Juni 10th, 2017 by attentivista

Fantastisches Bananeneis im Handumdrehen selbst machen, und das ganz ohne Eismaschine und Zusätze, einfach nur aus Banane und (Nuss)Milch. Geht nicht? Klar geht das.

Mit meinem Rezept zauberst du im Handumdrehen ein traumhaft leckeres und zusatzstofffreies Bananeneis. Und das schmeckt selbst denen richtig gut, die sich Bananeneis nicht unbedingt selbst aussuchen würden.

Pro Portion benötigst Du:

  • 1 Banane
  • 1 EL (Nuss)Milch
  • 1 Mixer, der Gefrorenes mixen kann

Schneide die Banane in zeigefingerdicke Scheiben und friere diese über Nacht ein. Sobald du dein Bananeneis servieren möchtest kommen beide Zutaten in deinen Mixer und im Handumdrehen (ca.eine halbe Minute) hast du ein cremiges und köstliches Eis gemixt.

Falls Bananen überhaupt nicht dein Fall sind, versuch es doch mal mit deinen Obstsalatresten (Äpfel und Birnen funktionieren nicht so gut): einfach über Nacht einfrieren und mit ein wenig Milch aufmixen.

Das Fruchteis schmeckt nicht nur als Dessert zu jeder Jahreszeit, sondern im Sommer auch zum Frühstück mit deinem Lieblingsmüsli richtig gut!

Was ist schöner als ein köstlich-eisgekühlter Start in einen sonnigen Tag?

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